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Perlenketten sind wieder voll im Kommen

Sie gilt als die Markenzeichen der 1920er Jahre, man trug sie bis weit in die Nachkriegszeit und verschwand dann praktisch von einem Tag auf den anderen von den Decolletés elegant gekleideter Damen. Die Perlenkette, als Symbol von Reichtum getragen, war sie bei Kritikern ungefähr gleich verpönt, wie das Pelztragen, weil um deren Herstellung zu erklären, auf zweifelhafte Mythen zurückgegriffen wurde. Wie bei manchem anderen Accessoire, erlebt nun auch die Perle ein regelrechtes Revival. Die Produktion ist naturgerecht und steht für Stil und Eleganz.

In Kombination mit einem eleganten Abendkleid gilt die Perlenkette heute wieder als schlicht und doch im Trend. Nicht nur in Kombination mit einem Brautkleid taucht sie immer wieder auf, auch am Empfang wichtiger Gäste, wo Schmuck gerne präsentiert wird, gelten Perlen wieder als hübsches Accessoire.

Ein Blick in die Natur lässt über die Perle erstaunliches erfahren. Ursprünglich ging man davon aus, dass die Perle im Inneren einer Muschel durch ein Sandkorn entsteht, das zuvor in die Muschel eingedrungen ist. Heute weiß man, dass alleine der Sand keine solche Perlen produzieren kann. Vielmehr handelt es sich um einen Parasiten, der das Innere der Muschel verletzt und anschließend zu Perlmutt und schließlich zur Perle wie wir sie kennen, heranwächst. Perlen formen sich zu einer kristallinen Struktur, deren Hauptbestandteil Kalk ist. In ihrer vollendeten Form ist die Perle härter als Perlmutt und erstrahlt in einem leuchtenden Weiß, das durch die Brechung des Lichtes an deren Oberfläche entsteht. Echte Perlen werden in der Natur nur noch selten gesammelt, vielmehr gibt es vielerorts Zuchten, bei denen in eine Mississippi-Muschel ein Stück Mantelgewebe einer Spendermuschel hineinoperiert wird und anschließend während mehreren Jahren im Meer zur Aufzucht belassen wird. Bei den meisten in der Schmuckherstellung verwendeten Perlen handelt es sich indes um Zuchtperlen.

Die Zucht von Perlen macht der Schönheit derselben jedoch keinen Abbruch. Lediglich Imitate aus Kunststoff oder Glas sollte man meiden, denn einerseits gehen diese eher kaputt und erstrahlen außerdem längst nicht so schön wie echte oder gezüchtete Perlen – was auf einer Party natürlich sofort bemerkt und nicht als besonders modisch betrachtet wird. Wer also mit der Zeit gehen will, sollte beim Kauf auf echte Perlen bestehen oder wenigstens solche aus natürlicher Zucht bevorzugen. Diese sind inzwischen sehr preisgünstig geworden, sodass für die Hochzeitsfeier oder dem Dinner in Galakleidung bestimmt eine passende Kette gefunden werden kann. Perlen sind wieder im Kommen, das beweisen auch zahlreiche Promis, die sich auf dem roten Teppich vermehrt mit eigens kreierten Modellen ablichten lassen und immer wieder für modische Überraschungen sorgen. Noch nie war es so einfach, sich der Welt der Schönen und Reichen etwas näher zu fühlen, indem man sich selber eine wunderschöne Perlenkette gönnt, oder sich andere Accessoires wie Beads die mit Perlen bestückt sind, leistet.